Erste Siebrechenanlage im Sarganserland

Ausgangslage

Bei starken Regenfällen gelangen in der Mischkanalisation über Entlastungsbauwerke an Regenüberläufen und Regenbecken oftmals erhebliche Mengen an Schwimm­ und Schwebstoffen in die Gewässer.   Dieser Feststoffaustrag kann durch den zusätzlichen Einbau von Tauchwänden meist nicht verhindert werden.

Die ausgetragenen Stoffe wie Hygieneartikel, Toilettenpapier, Fäkalien, Plastikfolien etc. verursachen dort oft einen unschönen Anblick sowie erhebliche Reinigungs- bzw. Entsorgungskosten.

Mit dem Einbau einer Siebrechenanlage hat der Abwasserverband Saar Anstrengungen unternommen, den Gewässerschutz in diesem Bereich grundlegend zu verbessern.


Die Siebanlage ist unmittelbar nach der Überlaufschwelle des Entlastungsbauwerkes horizontal angeordnet und besteht aus einer 180° gewölbten Siebfläche mit integrierter Schneckenwendel.

Für die Dauer eines Entlastungsereignisses wird die Siebanlage von oben nach unten durchströmt und die Feststoffe zurückgehalten. Diese werden durch eine Schneckenwendel mit Bürstenbesatz während der automatischen Zwangsreinigung der Siebfläche verpressungsfrei und schonend zur seitlichen Aus­ wurfvorrichtung transportiert und in den weiterführenden Abwasserstrom zurückgefördert.

    Zwei Abwasserbetriebe eine Aufgabe