Der um die Gemeinde Wartau erweiterte Abwasserverband investiert CHF 34.4 Mio.

Die unbestrittenen Vorteile einer gemeinsamen Abwasserreinigung in technischer, betrieblicher, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht und kommende Herausforderungen wie die Entfernung von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser erfordern eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen ARA Betreibern. Deshalb wurde entschieden, die ARA Wartau nicht zu sanieren und zu erweitern, stattdessen soll das Abwasser der Gemeinde Wartau ab 2023 der ARA Sargans zugeleitet werden.

Die Delegiertenversammlung des Abwasserverbandes Saar hat am 19. März 2018 der Aufnahme der Gemeinde Wartau in den Abwasserverband zugestimmt. Die Aufwendungen der Gemeinde Wartau für den Bau der Druckleitungen Weite-Seidenbaum-ARA Sargans inkl. Pumpwerke mit Kosten von CHF 8 Mio. gilt als Einkaufssumme. Am 10. Juni 2018 hat auch die Wartauer Bürgerschaft an der Urnenabstimmung mit einem deutlichen Mehr dem Beitritt zum Abwasserverband Saar zugestimmt.

Durch das bisherige und zukünftige Bevölkerungswachstum und die Erweiterung des Einzuggebietes muss die entsprechende Reinigungskapazität zur Verfügung gestellt werden. Das Ziel beim Ausbau der ARA Sargans ist die Sicherstellung der Abwasserbehandlung im Einzugsgebiet der Gemeinden Sargans, Vilters-Wangs, Mels und Wartau mit einem Planungshorizont bis ins Jahr 2040. Die Ausbaudimensionierung beträgt 50'000 Einwohnerwerte, rund das Doppelte der bisherigen, durchschnittlichen Reinigungskapazität.

    Umfang Ausbauprojekt ARA Sargans

    • Neubau der mechanischen Reinigung mit Hebewerk, Rechenanlage, Sandfang und Vorklärung südwestlich der Schlammbehandlung, gleichzeitiger Rückbau des bestehenden Hebewerks.
    • Neubau der biologischen Reinigungsstufe mit einer konventionellen Belebtschlammbiologie am Standort der heutigen solaren Trocknungsanlage.
    • Bauliche Sanierung und Ersatz der elektromechanischen Ausrüstung der Schlammbehandlung.
    • Ersatz der Gasanlagen.
    • Erweiterung des Betriebsgebäudes.
    • Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage mit Überdachung der biologischen und mechanischen Reinigungsstufe.

    Das Bauprojekt ist technisch die beste Lösung bei optimaler Nutzung der bestehenden Platzverhältnisse. Die Anlagenstruktur ist konzeptionell sinnvoll angeordnet und erlaubt kurze Betriebswege mit einer einfachen, kostengünstigen Erschliessung der verschiedenen Anlageteile. Der Platzbedarf für eine künftige Anlagenerweiterung zur Elimination von Mikroverunreinigungen ist gemäss Empfehlung des Amtes für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen berücksichtigt.

    Total Investitionskosten 34.4 Mio. exkl. MWST

    Bezeichnung

    CHF

    Grundstück

    70'000.-

    Vorbereitungsarbeiten

    2'845'000.-

    Gebäude (inkl. Abwasserstrassen)

    17'144'000.-

    Betriebseinrichtungen

    981'000.-

    Umgebung

    1'515'000.-

    Baunebenkosten u. Übergangskosten

    7'080'000.-

    Verfahrenstechnik

    4'564’00.-

    Ausstattung

    196'000.-

     

    Verursachergerechte Kostenteilerrechnung an die Verbandsgemeinden und die Industrie

    Die Betriebskosten werden den Verbandsgemeinden sowie den abwasserrelevanten Industriebetrieben auf Grund der ermittelten Abwassermengen und Schmutzfrachten jährlich proportional verrechnet. Auch die Finanzierung der Investitionskosten von CHF 34.4 Mio. für das Ausbauprojekt ARA Sargans werden nach dem Zusammenschluss mit Wartau proportional verrechnet.

    Die Verbandsgemeinden finanzieren die gesamte Abwasserentsorgung (Betrieb und Unterhalt der Gemeindekanalisation und ARA Beiträge) über ihre Abwassergebühren.

      Zwei Abwasserbetriebe eine Aufgabe